NEO im Einsatz sehen

Conrad Electronic SE - Ware-zur-Person im Fachbodenregal

Conrad Electronic SE ist einer der führenden Elektronik-Fachhändler Europas. Das Unternehmen betreibt umfangreiche Lagerkapazitäten mit konventionellen Fachbodenregalen - und stand vor der Frage, wie sich die manuelle Kommissionierung skalierbar automatisieren lässt, ohne die bestehende Infrastruktur abzureißen.

4,5 Mio.
Picks
in den ersten 180 Arbeitstagen, an einer Station
25-30 %
Fläche
im Bestandslager freigemacht
1 → 2
Stationen
Nachbestellung vor Ende der Testphase
0 €
CapEx
Vorab-Investition (Pay-per-Pick)

Conrad Electronic automatisiert am Logistikstandort Wernberg die Kommissionierung im bestehenden Fachbodenregal-Lager mit NEO. Rund 250.000 Artikel liegen dort im Bestand: die Schnelldreher laufen über ein Shuttle-System, der Großteil des Sortiments über das Fachbodenlager. Autonome mobile Roboter transportieren die Behälter zur Kommissionierstation - ohne Umbau, ohne Neubau. Conrad ist damit eine der ersten Enterprise-Referenzen für Goods-to-Person-Automatisierung im konventionellen Fachbodenregal.

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Die Ausgangslage

Am Standort Wernberg kommissioniert Conrad Electronic aus klassischen Fachbodenregalen. Ein Shuttle-System übernimmt die Schnelldreher, der Großteil des Sortiments liegt im Fachbodenlager, und dort geht der Mensch zur Ware. Drei Gründe sprachen dagegen, das so zu lassen.

Fachbodenregal mit beschrifteten Behältern am Standort Wernberg
Fachbodenregal am Standort Wernberg. Rund 250.000 Artikel liegen dort im Bestand, der Großteil davon im Fachbodenlager.

Acht bis zehn Kilometer am Tag

So weit läuft ein Kommissionierer im Fachbodenbereich pro Schicht. Dazu das Bücken in die unteren Fächer und das Greifen in die hohen.

Mehr Volumen, engerer Arbeitsmarkt

Steigende Auftragsvolumina und wachsender Druck auf die Durchlaufzeiten treffen auf einen Arbeitsmarkt, der Kommissionierer immer schwerer hergibt.

Neubau war keine Option

Ein Lagerneubau oder der Umstieg auf ein automatisches Kleinteilelager hätte eine Millionen-Investition bedeutet und 12 bis 36 Monate Vorlauf. Für einen Bereich, der heute schon liefert, war das kein Weg.

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Warum Conrad Electronic sich für NEO entschieden hat

Der Markt für Lagerautomatisierung bietet zahlreiche Systeme - von Shuttle-Anlagen über cube-basierte AS/RS-Systeme bis hin zu klassischen AKL. Doch all diese Lösungen setzen voraus, dass die bestehende Regalinfrastruktur weicht. Für ein Unternehmen mit funktionierenden Fachbodenregal-Lagern bedeutet das: Abriss, Neubau, Umzug.

NEO war die einzige Lösung, die Ware-zur-Person-Automatisierung direkt im vorhandenen Fachbodenregal ermöglichen konnte. Autonome mobile Roboter (AMR) navigieren durch die bestehenden Regalgassen, entnehmen Behälter und transportieren sie zur Kommissionierstation - ohne dass ein einziges Regal versetzt werden muss.

NEO:runner in einer bestehenden Fachbodenregal-Gasse bei Conrad Electronic
Ein NEO:runner in einer bestehenden Regalgasse. Für die Automatisierung wurde kein Regal versetzt.
Ralf Bühler, CEO von Conrad Electronic

„Aktuell gibt es keinen anderen Anbieter außer NEO, der Goods-to-Person-Automatisierung speziell für Fachbodenregal-Umgebungen anbietet.“

Ralf Bühler
CEO, Conrad Electronic SE
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Die Umsetzung

Die Implementierung von NEO in einem bestehenden Lager folgt einem standardisierten Prozess, der auf minimale Disruption ausgelegt ist.

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WMS-Integration

NEO:os, die Orchestrierungssoftware der Lösung, wurde über eine standardisierte Schnittstelle an das bestehende Warehouse Management System angebunden. Die vorhandene WMS-Logik bleibt dabei unverändert - NEO:os empfängt Kommissionieraufträge, plant den Ablauf und koordiniert die Roboterflotte.

2

Installation im laufenden Betrieb

Die NEO:runner Flotte und die Kommissionierstation wurden in den bestehenden Lagerbetrieb eingebracht. Die Regale blieben an ihrem Platz. Es gab keinen Umbau, keine Bauarbeiten und keinen Stillstand. Die Mitarbeiter konnten während der gesamten Installationsphase weiterarbeiten.

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Ware-zur-Person-Workflow

Der NEO:runner bringt den Behälter zur PickStation, der Roboterarm nimmt ihn ab und dient ihn im richtigen Moment auf Greifhöhe an. Gepickt wird weiter von Hand: der Griff in den Behälter bleibt beim Menschen, Wege und Behälter-Handling übernimmt NEO. Kein Suchen, kein Laufen - der Artikel kommt zum Mitarbeitenden.

Mitarbeiterin bei Conrad Electronic entnimmt Artikel aus dem angedienten Behälter
Ware-zur-Person an der PickStation: der Behälter wird auf Greifhöhe angedient, gepickt wird von Hand.
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Der Betrieb seit dem Go-Live

Zwischen Januar und August 2026 hat das erste NEO System bei Conrad rund 4,5 Millionen Picks abgewickelt, an rund 180 Arbeitstagen und an einer einzigen Kommissionierstation, an der jeweils ein Mitarbeitender die angedienten Artikel entnimmt.

Getestet wurde dabei die gesamte Artikelbandbreite, vom kleinsten bis zum schwersten Artikel, und zwar während der Logistikbetrieb ohne Einschränkung weiterlief. Der Leistungstest wurde bestanden, und noch vor Ablauf der Testphase hat Conrad eine zweite NEO-Station bestellt.

Parallel hat das neue Konzept Platz geschaffen: 25 bis 30 Prozent der Fläche im Fachbodenlager stehen heute für weitere Projekte zur Verfügung, im selben Gebäude und ohne einen zusätzlichen Quadratmeter.

„Das Vertrauen in die Anlage wächst von Tag zu Tag.“

Thomas Kellner
Senior Business Expert Supply Chain, Conrad Electronic

Der Anwenderbericht

Thomas Kellner, Senior Business Expert Supply Chain bei Conrad Electronic, erklärt im Video, warum Conrad diesen Weg gewählt hat, wie die Einführung im laufenden Betrieb ablief und was sich für das Team im Lager verändert hat.

Anwenderbericht mit Thomas Kellner, Senior Business Expert Supply Chain bei Conrad Electronic.

Weitere Filme zu NEO im Bestandslager finden Sie auf der Seite Videos.

Was sich für das Team geändert hat

NEO übernimmt die Laufwege und den Zu- und Rücktransport der Behälter, der Griff in den Behälter bleibt beim Menschen. Für die Akzeptanz im Lager war diese Grenze entscheidend.

Der Behälter kommt auf Greifhöhe an die Station, statt dass der Mitarbeitende sich in die unteren Fächer bückt und in die oberen greift. Die Reaktion der Mitarbeitenden auf die Einführung war entsprechend positiv.

Die Ergebnisse

4,5Mio. Picks
in den ersten 180 Arbeitstagen, an einer Station
25-30%
Fläche für weitere Projekte frei
1 → 2Stationen
nach bestandenem Leistungstest

Von Projektbeginn bis zum Produktivbetrieb vergingen sechs bis acht Wochen. Ein Lagerneubau oder ein automatisches Kleinteilelager hätte 12 bis 36 Monate gekostet, bei einer Investition in Millionenhöhe.

Fazit

Conrad Electronic zeigt, dass Goods-to-Person-Automatisierung im vorhandenen Fachbodenregal funktioniert, in großen Lagerbetrieben und im laufenden Geschäft. Die zweite Station war bestellt, bevor die Testphase vorbei war.

Was würde das für Ihr Lager bedeuten?

Steckbrief

Unternehmen
Conrad Electronic SE, Elektronik-Fachhandel und E-Commerce
Standort
Logistikzentrum Wernberg
Sortiment am Standort
rund 250.000 Artikel
Lagertyp
bestehende Fachbodenregale, unverändert weitergenutzt
Kommissionierstationen
eine im Betrieb, eine zweite bestellt
WMS-Anbindung
Standardschnittstelle an das bestehende System, Bestandsführung bleibt dort
Abrechnung
Pay-per-Pick, keine Vorab-Investition
Zeit bis Go-Live
6 bis 8 Wochen ab Projektbeginn

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