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Fachbodenregal automatisieren oder auf AKL umstellen?

Wenn manuelle Kommissionierung an ihre Grenzen stößt, stehen viele Unternehmen vor der Frage: Automatisches Kleinteilelager (AKL) bauen - oder das bestehende Fachbodenregal automatisieren? Beide Wege führen zu weniger Personalbedarf und höherer Effizienz. Aber die Voraussetzungen, Kosten und Zeithorizonte unterscheiden sich grundlegend.

Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) bietet hohen Durchsatz für standardisierte Behälter, erfordert jedoch einen Neubau, Millionen-Investitionen und 12-36 Monate Vorlaufzeit. NEO von NEOintralogistics automatisiert bestehende Fachbodenregale als Retrofit - ohne Umbau, ohne CapEx, mit Go-live in 6-8 Wochen. Die Wahl hängt von Gebäude, Budget und Zeithorizont ab.

Vergleichstabelle

NEO (AMR-Retrofit) AKL (Automatisches Kleinteilelager)
Regalkompatibilität Nutzt bestehende Fachbodenregale - kein neues Lagersystem nötig Eigene Regalkonstruktion mit RBG/Shuttle - bestehendes Regal wird nicht verwendet
CapEx vs. OpEx Kein CapEx - Pay-per-Pick als reines OpEx-Modell Hoher CapEx (häufig im zweistelligen Mio.-Bereich), Payback typisch 4-7 Jahre
Time-to-Value 6-8 Wochen von Vertrag bis Go-live 12-36 Monate (Planung, Baugenehmigung, Bau, Installation, Inbetriebnahme)
Gebäudeanpassung Keine - arbeitet in bestehenden Gängen (ab 85 cm Breite, max. 250 cm Regalhöhe) Erheblich - Zweckgebäude mit spezieller Bodenbelastbarkeit und Raumhöhe erforderlich
Pilot-Skalierbarkeit Ab 1 Station und 2-3 Robotern - stufenweise Erweiterung jederzeit möglich Mindestinvestition in RBG-Gasse und Fördertechnik - Piloten sind kapitalintensiv
Peak-Flexibilität (Collaborative Picking) Roboter und Kommissionierer arbeiten im selben Pickprozess. Flotte für die Grundlast dimensionieren, in der Hochsaison flexibel mit zusätzlichen Pickern ergänzen - keine Leerkapazität außerhalb der Saison Durchsatz und Lagervolumen sind durch das einmal gebaute RBG-System fix vorgegeben. Auf den Schnitt dimensioniert bricht der Peak ein; auf den Peak dimensioniert zahlen Sie 4-7 Jahre Payback für Kapazität, die nur sporadisch genutzt wird

NEO ist ideal für:

  • Bestehendes Fachbodenregal - Sie wollen es automatisieren, nicht ersetzen
  • Kein CapEx-Budget - Automatisierung im Pay-per-Pick-Modell ohne Invest
  • Mietlager oder befristeter Standort - keine baulichen Veränderungen möglich
  • Schneller Bedarf - Automatisierung in Wochen, nicht Jahren
  • Pilotprojekt - erst testen, dann skalieren, ohne Kapitalbindung
  • Schwankendes Volumen - Saisongeschäft, 3PL-Mandantenwechsel oder Wachstumsphasen

Wann ein AKL die bessere Wahl sein kann

  • Neubau geplant - AKL von Anfang an einplanbar
  • Stabiles Hochvolumen über 100.000 Picks/Tag mit standardisierten Behältern
  • Standardisierte Behälter (600 x 400 mm) - Artikelspektrum passt vollständig
  • Langfristiger Standort mit Gebäudeeigentum - Betrieb für 15+ Jahre geplant
  • CapEx-Fähigkeit - Millionen-Investition tragbar und über 10-15 Jahre abschreibbar
Weite Lagerhalle mit Roboterflotte - Skalen-Vergleich zu AKL-Gebäudeanforderungen

Was ist ein Automatisches Kleinteilelager (AKL)?

Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) ist ein geschlossenes Lagersystem mit Regalbediengeräten (RBG) oder Shuttle-Systemen, die standardisierte Behälter automatisch ein- und auslagern. Die Behälter werden über Fördertechnik zu Kommissionierplätzen transportiert.

Typische Merkmale:

  • Geschlossenes System mit eigener Regalkonstruktion (oft 10-15 m hoch)
  • Hoher Durchsatz für standardisierte Behälter (600 x 400 mm)
  • Zweckgebäude erforderlich
  • Millionen-Investition (häufig im zweistelligen Mio.-Bereich)
  • 12-36 Monate Implementierung
  • Fest installiert und nicht verlagerbar

Etablierte Anbieter: SSI Schäfer (LogiMat), Jungheinrich, Dematic, Kardex, TGW, Witron.

AS/RS-Einordnung

Das AKL ist eine von drei AS/RS-Bauformen. NEO ist keine AS/RS-Bauform - NEO automatisiert bestehende Fachbodenregale als Retrofit.

Kranbasierte AS/RS (AKL)

Ein Regalbediengerät pro Gasse, optimiert für tiefe, schmale Gassen und hohe Lager. Höchster Durchsatz pro Gasse, aber wenig Flexibilität.

Cube-basierte AS/RS-Systeme (z. B. AutoStore)

Roboter auf einem Raster über gestapelten Bins. Höchste Lagerdichte. Für Neubauprojekte geeignet.

Shuttle-basierte AS/RS

Eigenständige Shuttle-Fahrzeuge pro Regalebene, kombiniert mit Liften. Modularer als AKL, schneller bei Mehrfachtief-Lagerung.

NEO:runner Flotte im bestehenden Fachbodenregal - skalierbare Automatisierung ohne Umbau

Investition und Finanzierung

Ein AKL bindet erhebliches Kapital - typisch im Millionen-Bereich, je nach Größe und Konfiguration häufig zweistellig. Die Investition hat einen typischen Payback von 4-7 Jahren - vorausgesetzt, das Volumen bleibt stabil. Wenn Ihr Geschäft Schwankungen unterliegt oder Sie kein CapEx-Budget haben, trägt das Pay-per-Pick-Modell von NEO das wirtschaftliche Risiko mit: Weniger Volumen bedeutet weniger Kosten.

Einzelner NEO:runner im offenen Regalgang - flexibler Einstieg ohne AKL-Infrastruktur

Gebäude und Infrastruktur

Ein AKL erfordert spezielle Bodenbelastbarkeit, ausreichende Raumhöhe (oft 10-15 m) und definierte Klimabedingungen. Bestehende Lagerhällen erfüllen diese Anforderungen selten. In einem bestehenden Lager mit Standard-Fachbodenregalen bedeutet das: Die vorhandenen Regale werden demontiert und durch die AKL-Regalkonstruktion ersetzt.

NEO arbeitet in Ihrem bestehenden Fachbodenregal - ohne Demontage, ohne neue Regalkonstruktion, ohne bauliche Anpassung. Die Roboter navigieren durch bestehende Gänge (ab 85 cm Breite) und bringen Behälter zur Kommissionierstation.

Hinzu kommt: Die Kapazität eines AKL muss vor dem Bau festgelegt werden. Wer auf den Schnitt dimensioniert, bricht in der Hochsaison ein. Wer auf den Peak dimensioniert, zahlt 4-7 Jahre Payback für Kapazität, die kaum genutzt wird. NEO löst dieses Dilemma durch Collaborative Picking: Roboter und Kommissionierer arbeiten im selben Pickprozess. Flotte für die Grundlast dimensionieren - und zur Saison flexibel mit zusätzlichen Pickern direkt neben den Robotern ergänzen. → Wie das Retrofit funktioniert

Weitere Entscheidungskriterien

Implementierungsgeschwindigkeit

NEO geht in 6-8 Wochen live - ohne Baugenehmigung, ohne Tiefbau, ohne Fördertechnik-Installation. Ein AKL benötigt 12-36 Monate. Wenn Sie Automatisierung in dieser Saison brauchen, ist NEO die einzige realistische Option.

Durchsatz und Behältergrößen

Ein AKL mit mehreren Gassen erreicht höhere Spitzendurchsätze. NEO verarbeitet Artikel bis 380 x 270 x 140 mm und 5 kg - für moderate bis mittlere Volumina im E-Commerce und Ersatzteilgeschäft reicht das in den meisten Fällen aus.

Verlagerbarkeit

NEO-Roboter sind nicht fest installiert - beim Standortwechsel nehmen Sie die Roboter mit. Ein AKL bleibt dauerhaft im Gebäude verankert.

Bediener an der NEO Kommissionierstation - flexibler Einstieg in die Automatisierung

Der hybride Weg

Manche Unternehmen nutzen NEO als Einstieg in die Automatisierung - und investieren später in ein AKL, wenn Volumen und Business Case stimmen. NEO bindet kein Kapital und schafft operative Erfahrung mit automatisierter Kommissionierung. Die Pay-per-Pick-Daten aus dem Betrieb liefern die belastbare Grundlage für eine spätere AKL-Investitionsentscheidung - mit echten Picks statt Projektionen.

Wer erst mit NEO startet, reduziert das Risiko: kein Zweckgebäude, kein Millionen-Budget - und trotzdem automatisierte Kommissionierung ab Woche 6.

Für wen NEO die bessere Wahl ist

Mittelständische Unternehmen

Automatisierung ohne Millionen-Investition realisieren.

3PL-Dienstleister

Wechselnde Mandanten und schwankendes Volumen flexibel bedienen.

Unternehmen mit Mietlagern

Keine baulichen Veränderungen möglich - NEO arbeitet im Bestand ohne Zweckgebäude.

Verlagerbare Standorte

Beim Umzug nehmen Sie die Roboter mit - ein AKL bleibt dauerhaft im Gebäude verankert.

Pilot-First-Unternehmen

Erst testen, dann skalieren - ein NEO-Pilot bindet kein Kapital.

Ergebnisse auf einen Blick

6-8Wochen
Time-to-Value
0
CapEx-Investition
85cm
Min. Gangbreite
1Station
Minimaler Start

FAQ

Ist NEO ein Ersatz für ein AKL?

Nein - NEO und ein AKL sind unterschiedliche Automatisierungsarchitekturen für unterschiedliche Ausgangssituationen. Ein AKL ist ein geschlossenes Hochleistungssystem für Neubauten mit stabilem Hochvolumen. NEO automatisiert bestehende Fachbodenregale ohne Umbau und ohne Investition. Wenn Sie kein neues Gebäude bauen und kein Millionen-Budget haben, ist NEO die praxisnahe Lösung.

Was ist günstiger - NEO oder ein AKL?

Das hängt von Ihrem Volumen und Zeithorizont ab. Bei sehr hohem, stabilem Durchsatz über 15+ Jahre kann ein AKL niedrigere Kosten pro Pick erreichen. NEO hat keine Vorabinvestition und niedrigere Einstiegskosten - die Wirtschaftlichkeit beginnt ab Tag 1. Für die meisten Bestandslager mit unter 100.000 Picks/Tag ist NEO die kostengünstigere Option.

Kann NEO den gleichen Durchsatz wie ein AKL erreichen?

Ein AKL mit mehreren Gassen und Shuttle-Systemen erreicht höhere Spitzendurchsätze als eine NEO-Installation. NEO skaliert durch zusätzliche Roboter und Stationen, ist aber für moderaten bis mittleren Durchsatz optimiert. Für Anforderungen über 100.000 Picks/Tag sollten Sie ein AKL oder eine hybride Lösung prüfen.

Welche Artikelgrößen verarbeitet NEO im Vergleich zum AKL?

NEO verarbeitet Artikel bis 380 x 270 x 140 mm und maximal 5 kg. Ein AKL arbeitet typischerweise mit standardisierten Behältern (600 x 400 mm), kann also größere Einheiten handhaben. Für übergroße Artikel sind beide Systeme nicht geeignet - hier kommen Palettenlager oder manuelle Prozesse zum Einsatz.

Wie schnell ist NEO einsatzbereit im Vergleich zu einem AKL?

NEO geht in 6-8 Wochen live - ohne Baugenehmigung, ohne Tiefbau, ohne Fördertechnik-Installation. Ein AKL benötigt 12-36 Monate von der Planung bis zur Inbetriebnahme, oft länger bei Neubauten. Wenn Sie Automatisierung in dieser Saison brauchen, ist NEO die einzige realistische Option.

Brauche ich ein neues Gebäude für ein AKL?

In den meisten Fällen ja. Ein AKL erfordert spezielle Bodenbelastbarkeit (die Regalkonstruktion trägt erhebliches Gewicht), ausreichende Raumhöhe (oft 10-15 m) und definierte Klimabedingungen. Bestehende Lagerhällen erfüllen diese Anforderungen selten. NEO arbeitet in jedem Gebäude mit Fachbodenregalen - ohne bauliche Anpassung.

Wie geht NEO im Vergleich zu einem AKL mit Peak-Phasen um?

Genau hier spielt NEO seine Stärke aus - durch Collaborative Picking. Ein AKL zwingt zur binären Wahl: Auf den Peak dimensioniert, zahlen Sie 4-7 Jahre Payback für Kapazität, die elf Monate im Jahr brachliegt. Auf den Schnitt dimensioniert, brechen Sie in der Saison ein - und das Nachrüsten zusätzlicher RBG-Gassen ist langwierig und teuer. Mit NEO arbeiten Roboter und Kommissionierer im selben Pickprozess. Sie dimensionieren die Flotte für die Grundlast - und ergänzen sie zur Hochsaison flexibel mit zusätzlichen Pickern, die direkt neben den Robotern arbeiten. Operative Kapazität passt sich dem realen Volumen an, ohne dass Sie Kapital in Infrastruktur binden, die nur wenige Wochen im Jahr ausgelastet ist.

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