Die Ausgangslage

Conrad Electronic betreibt klassische Fachbodenregal-Lager, in denen Mitarbeiter Bestellungen manuell kommissionieren. Die Picker laufen durch die Regalgassen, suchen Artikel, entnehmen sie und transportieren sie zur Packstation. Dieses Person-zur-Ware-Prinzip ist seit Jahrzehnten Standard in der Branche - und stößt zunehmend an seine Grenzen.
Neben den Fachbodenregal-Lagern betreibt Conrad zusätzlich ein großes Shuttle-System für besonders hohe SKU-Drehzahlen. Die Lagerstrategie ist also nicht „entweder Fachboden oder Automatisierung“, sondern ein gezielter Mix beider Welten - klassische Automatisierung dort, wo sie wirtschaftlich Sinn macht, und Fachbodenregale für den Großteil des Sortiments.
Die Herausforderung war konkret: Steigende Auftragsvolumina, wachsender Druck auf Durchlaufzeiten und ein zunehmend schwieriger Arbeitsmarkt machten die rein manuelle Kommissionierung im Fachbodenbereich langfristig nicht tragfähig. Gleichzeitig war klar, dass ein kompletter Lagerneubau oder der Umstieg auf ein automatisches Kleinteilelager (AKL) für diesen Bereich mit Millionen-Investitionen und Vorlaufzeiten von 12 bis 36 Monaten verbunden wäre.
Conrad suchte eine Lösung, die im bestehenden Lager funktioniert - ohne die Regale zu ersetzen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen und ohne ein langjähriges Investitionsprojekt aufzusetzen.
Warum Conrad Electronic sich für NEO entschieden hat

Der Markt für Lagerautomatisierung bietet zahlreiche Systeme - von Shuttle-Anlagen über cube-basierte AS/RS-Systeme bis hin zu klassischen AKL. Doch all diese Lösungen setzen voraus, dass die bestehende Regalinfrastruktur weicht. Für ein Unternehmen mit funktionierenden Fachbodenregal-Lagern bedeutet das: Abriss, Neubau, Umzug.
NEO war die einzige Lösung, die Ware-zur-Person-Automatisierung direkt im vorhandenen Fachbodenregal ermöglichen konnte. Autonome mobile Roboter (AMR) navigieren durch die bestehenden Regalgassen, entnehmen Behälter und transportieren sie zur Kommissionierstation - ohne dass ein einziges Regal versetzt werden muss.
Dieses Alleinstellungsmerkmal war ausschlaggebend. Conrad konnte die Automatisierung in die bestehende Infrastruktur integrieren, ohne auf eine komplett neue Lagertechnologie umzusteigen. Kein anderes System auf dem Markt bot diese Möglichkeit.

Mit NEO hat Conrad Electronic den Schritt von der manuellen Person-zur-Ware-Kommissionierung zum Ware-zur-Person-Prinzip vollzogen - im bestehenden Fachbodenregal.
Fazit
Conrad Electronic zeigt, dass Goods-to-Person-Automatisierung nicht zwingend einen Lagerneubau erfordert. Mit NEO lässt sich das Prinzip direkt im vorhandenen Fachbodenregal umsetzen - investitionsfrei, in wenigen Wochen und ohne Betriebsunterbrechung.
Als einer der führenden Elektronik-Fachhändler Europas ist Conrad eine Enterprise-Referenz dafür, dass AMR-basierte Automatisierung auch in großen, komplexen Lagerbetrieben funktioniert.